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Saturday, June 25, 2022
HomePolitikSteuererhöhungen werden von Politikern genutzt, um auf Krisen zu reagieren.

Steuererhöhungen werden von Politikern genutzt, um auf Krisen zu reagieren.

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Nach nationalen Katastrophen wie Finanzkrisen oder Naturkatastrophen erheben Regierungen häufig Steuern, um die Einnahmeausfälle auszugleichen.
Wie Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie, betont, „erfolgen die meisten krisenbedingten Steuererhöhungen kurzfristig, also entweder während der Krise oder im Folgejahr“.

Untersucht wurden die Nationen der Industrie- und Schwellenländer.

Laut den Volkswirten der Universität München sind Steuererhöhungen in Nachkrisenjahren wahrscheinlicher als in den Vorjahren. Vor allem die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und die Umsatzsteuer steigen aufgrund dieser Umstände. Aufgrund dieser Steuererhöhungen sei die wirtschaftliche Entwicklung oft gedämpft und die Einkommensungleichheit in den betroffenen Ländern gestiegen, so Potrafke. So fiel das Wachstum beispielsweise bei Steuersatzerhöhungen infolge der Finanzkrise schwächer aus, was sich insbesondere nach der Steuersatzerhöhung bemerkbar machte.

Wie Potrafke betont, “sollten Politiker der Realität mehr Aufmerksamkeit schenken, dass Steuererhöhungen nach der Krise die wirtschaftliche Erholung behindern könnten.” Die Untersuchung untersuchte die Steuerpolitik in 22 Industrie- und Entwicklungsländern, als sich zwischen 1962 und 2014 235 Krisen ereigneten. Sie umfasste einen Zeitraum von 52 Jahren, von 1962 bis 2014. Wirtschafts- und Finanzkrisen sowie Naturkatastrophen werden als Krisen kategorisiert vom Internationalen Währungsfonds. Es wurde beschlossen, die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer, die Umsatz- und Verbrauchsteuer, die Vermögenssteuer und die Sozialversicherungsabgaben in die Berechnungen einzubeziehen.

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